Interessanterweise ist den wenigsten bekannt, dass die Priener Gemeinde Anteile an einer Schnaps-Brennerei hat. Mitten im Gemeindegebiet befindet sich die Priener Dampfbrennerei. Es ist eine der wenigen Betriebe dieser Art in ganz Deutschland, die noch aktiv betrieben werden. Mitglieder der Priener Obstverwertungsgenossenschaft sind hier ehrenamtlich tätig und veredeln die Früchte des OBST- und KULTURWEGs zu edlen Schnäpsen.

 

Das Obst wird gemahlen und wird zunächst eingemaischt. Nach ca. dreimontaiger Vergärung kommt die fertige Maische in die Brennblase, die durch Dampf erhitzt wir (daher der Name Dampfbrennerei). Ein Brennvorgang dauert etwa drei Stunden. Dabei ist es sehr wichtig das „gute“ Ethanol von den schädlichen Alkoholen, Methanol, Butanol und Propanol zu trennen.

Das Destillat hat einen Alkoholanteil von etwa 80 Prozent und muss, abgefüllt in Glasballons, noch ein Jahr ruhen. Dann wird es mit enthärtetem Wasser vermischt und gefiltert. Erst nach all diesen Arbeitsschritten, kann der fertige Obstbrand in Flaschen abgefüllt werden.

Viel Handarbeit ist in all diesen Schritten nötig. Die ehrenamtlichen Betreiber der Brennerei kennen alle Finessen. Ihr Apbelbrand vom Boskop hat daher auch schon einige Goldmedallien errungen. Auch der Holunder- und Birnenbrand konnte bei Bayerischen Obstbrand-Prämierungen überzeugen. Das ist der Grund, warum sie bei uns im Lokal diese handwerklich hergestellten Brände auch bekommen. Alleine der Duft kann schon überzeugen.